Rosengarten von Hütte zu Hütte

Genusstour um und durch den Rosengarten · 09.-13. August

25.08.2026

Tag 1: Ankommen – sich weiten; Heustadel und Panoramablick 
Zu acht machten wir uns am Sonntagmorgen auf den Weg nach Südtirol. Bei warmem und sonnigem Wetter war es ein schweißtreibender Aufstieg vom Wanderparkplatz Weißlahnbad auf die Tschafon-Hütte auf 1737m, unsere erste Station. Nach dem Einchecken und einer Brotzeit wanderten wir noch auf das Völsegg und wir blicken über Bozen, in das Eisacktal und das Tierser Tal. Zurück am Tschafon Leger hieß es Ankommen in dieser herrlichen Berggegend. Die Pferde mit ihren Fohlen sowie der Blumen-und Gemüsegarten hatten es uns angetan. Wir wurden verwöhnt mit frisch zubereiteten Speisen, Salat und Gemüse aus dem eigenen Garten und einem atemberaubenden Panoramablick auf Rosengarten und Latemar. 

Tag 2: Eingehen 
Nach dem Aufstehen bewunderten wir das „Alpenglühen“ bis zu unserem reichhaltigen und liebevoll zubereitetem Frühstück. Unser Weiterweg führte zunächst durch den Bergwald im Schatten bergab entlang der Hammerwand, bis wir den Schlernbach querten und zum Schlern überwechselten. Nun ging es im steten Bergauf zum Wegkreuz Peter Frag und über den „Prügelsteig“ zur Sessel-Schwaige. 

An der Sessel-Schwaige wurden wir bereits von unserem Allgäuer Bergkameraden Anton erwartet. Nun ging es gemeinsam weiter. Die erste bewirtschaftete Alm war die Moarbodenhütte. Noch im Ankommen wurden wir auf ein wildes Geläute aufmerksam: Die Ziegen stürmten talwärts. Einmal am Tag werden diese von einem Reiter gesammelt und zur Hütte getrieben. Ein Erlebnis! Nach einer kühlen Erfrischung ging es weiter zum Schlernhaus und dem Mt. Petz, dem Schlerngipfel mit 2563m. Eine traumhafte Abendstimmung mit Blick auf den Rosengarten und Langkofel rundete den Tag ab. 

Tag 3: Eintauchen 
Zuerst ging es entlang der Schlern-Hochfläche mit Blick auf Seiser Alm, Langkofel und Grasleitenspitzen bis zur Roterdspitze, bergab zum Gugglochegg und weiter zur Tierser Alpl Hütte, 2440m, wo wir in den Rosengarten überwechselten. Nun wechselte auch die Landschaft von Almflächen auf Fels. 

Wir stiegen zum Molignonpass auf 2600m hinauf. Heftige Regenschauer zogen dieses Jahr tiefe Furchen in die Schuttrinne zwischen Grasleitenspitzen und dem Molignon. Das Schuttkar führt hinunter zum Grasleitenkegel und wieder hinauf zum Grasleitenpass, wo wir bei der gleichnamigen Hütte verdient eine Rast einlegten. Entspannt ging es im Anschluss zur Vajolett-Hütte, 2243m, bergab.

Als in der Nacht ein Gewitter, starker Regen und Hagel niederpeitschte, waren wir alle froh und dankbar, auf der Hütte zu sein; der Begriff „Schutzhütte“ ging uns neu auf. 

Tag 4: Herzstück - Ausblick 
Vormittags ging es zuerst die Felsen hinauf zum Santnerpass, 2734m, zugleich dem höchsten Punkt auf unserer Tour. Der Blick schweift vom Latemar zum Völsegg über den Schlern. 

Am Fuß der Rosengartenspitze liegt vor uns das „Gartl“, gerahmt von der Laurinwand und den Vajolett-Türmen. Hier ist der Ursprung der Sage von König Laurin und seinem Rosengarten. Wir ließen die besondere Landschaft und ihre Felsformationen auf uns wirken.

Einer Völkerwanderung glichen die Massen, die vom Tal hier hinaufsteigen bis zum „Gartl“ – und wir waren ein Teil davon. 

Nachmittags ging es auf mittlerer Höhe entlang des Baumannkamms zum Zigolade-Pass, 2552m. Unser letztes Domizil war die Rotwandhütte auf 2290m. Unsere Schlafräume hatten einen separaten Zugang, was uns sehr entgegen kam. Das Alpenglühen von Marmorlata und Sella-Gruppe beeindruckte uns beim Abendessen.

Tag 5: Ringschluss – Ausklingen lassen und Rückfahrt 
Vom Bett aus konnten wir den Sonnenaufgang erleben. Auf dem Hirzelsteig ging es nach dem Frühstück entspannt weiter bis zum Christomannos Denkmal – der 2,7 m hohe Bronzeadler erinnert an die Verdienste des österreichischen Tourismuspioniers Theodor Christomannos, der als Pionier des Fremdenverkehrs in Südtirol gilt. 

Bei der Kölner Hütte angekommen, stärkten wir uns für unseren Rückweg und entschieden uns für die Abfahrt mit der Gondel. Nach Tiers war es sogar eine Cabrio-Bahn und manche ließen sich den Wind um die Nase wehen. 

In Tiers stiegen wir wieder zum Wanderparkplatz Weißlahnbad auf, wo unsere Autos parkten. Somit war der Ringschluss komplett.  
Fazit: Wir erlebten den Rosengarten von seiner schönsten Seite, bei Bilderbuchwetter! Erfüllt mit viel Freude und einer große Dankbarkeit erinnern wir uns gerne an diese Tour.