Hochkalter über Blaueishütte

Auf dem Grat zum Hochkalter am 29. August · Bergsteigen

03.11.2026

Ende August waren fünf Mitglieder unserer Sektion auf dem Hochkalter im Nationalpark Berchtesgaden. Der Berg mit seinen 2607 m ist der höchste Gipfel des gleichnamigen Gebirgsstocks in den nördlichen Kalkalpen und damit einer der höchsten Berge Deutschlands.

Der Aufstieg zur Blaueishütte erfolgte am Freitag. Die Hütte liegt am unteren Ende des Blaueiskares und ist wichtiger Stützpunkt für zahlreiche Klettergruppen. Der Aufstieg zur Hütte von der Seeklause über die Schärtenalm ist ein schöner, viel begangener Waldweg mit zahlreichen Blicken auf den Hintersee.

Am Samstagmorgen bei wolkendurchzogenem, aber trockenem Wetter führte uns der Weg in Richtung des letzten Restes des Blaueisgletschers, der sich grau und traurig am steilen Nordkar des Hochkalter festklammert.

Der gut markierte Weg zieht sich über zahlreiche kleine Klettereien (bis Schwierigkeitsstufe 2+) über den gesamten Grat zum Hochkaltergipfel. Der Weg ist teilweise sehr ausgesetzt und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die blauen Flecken am Himmel wurden zahlreicher.

Inzwischen behauptete sich immer mehr die Sonne und auf dem Gipfel wurden wir mit einem herrlichen Rundumblick zum Steinernen Meer, Hochkönig, Watzmann, Untersberg, Hochstaufen, Lattengebirge, Reiteralm, Loferer und Leoganger Steinberge belohnt.

Mit einem Abstecher auf den Rotpalfen gingen wir den gleichen Weg zurück und genossen verdientermaßen die legendären Kuchen auf der Hütte.

Am Sonntagmorgen verließen wir die Herberge bei voller Betriebsamkeit der zahlreichen Klettergruppen, die ihr Material für die anstehenden Routen in den umliegenden Felswänden sortierten. Unser Ziel war der Klettersteig zur Schärtenspitze, eine Halbtagestour, die uns einen nicht zu späten Abstieg garantierte und uns noch Zeit für eine gemütliche Rast in der Schärtenalm ließ. Mit vielen herrlichen Bildern im Kopf traten wir unsere Heimfahrt an.