Durchquerung Totes Gebirge

Vier Tage durch Österreichs Karstwelt · 27. bis 30. Juni

19.08.2026

Bei hochsommerlichen Temperaturen durchquerten Elke, Christine, Ali, Chilli, Markus und Jochen vom 27. bis 30. Juni 2026 das Tote Gebirge. Aufgrund von Reservierungsproblemen auf den Hütten musste die ursprüngliche Planung kurzfristig angepasst werden. Zwei Etappen wurden zu einer langen Tagesstrecke zusammengelegt. Trotz der großen Hitze wurde die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis in einer der eindrucksvollsten Berglandschaften Österreichs.

1. Tag: Vom Almsee zur Welser Hütte

Vom Almsee aus startete die Gruppe bei bestem Sommerwetter den Aufstieg zur Welser Hütte. Die Temperaturen waren bereits am Vormittag hoch und verlangten allen einiges ab. Nach dem Bezug der Hütte suchten die meisten zunächst den Schatten und genossen die Pause.

Während Elke, Ali und Jochen die Hitze lieber von der Terrasse der Hütte aus beobachteten, ließen sich Christine und Chilli die Gelegenheit nicht entgehen und machten sich am Nachmittag noch auf den Weg zum Hohen Priel. Sie wurden mit einer großartigen Aussicht auf das Tote Gebirge und die umliegenden Gipfel belohnt. Der Rest der Gruppe blieb angesichts der Temperaturen lieber auf der Hütte und sammelte Kräfte für die kommenden Tage. 

2. Tag: Von der Welser Hütte über die Pühringerhütte zum Albert-Appel-Haus 

Da uns die längste Etappe der Tour bevorstand, klingelte der Wecker bereits vor 5 Uhr morgens. Noch vor dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Die frühe Startzeit erwies sich als goldrichtig, denn die ersten Stunden konnten wir noch in angenehmer Kühle zurücklegen. 

Durch die faszinierende Karstlandschaft des Toten Gebirges wanderten wir in Richtung Pühringerhütte. Die karge Felsenwelt, die Dolinen und die Weite des Hochplateaus vermittelten das typische Gefühl dieser einzigartigen Gebirgsregion. An der Pühringerhütte holten wir unser Frühstück nach und stärkten uns ausgiebig.

Anschließend sorgte ein erfrischendes Bad im Elmsee für die nötige Abkühlung. Von dort führte der Weg zunehmend durch grünere Landschaften weiter zum Albert-Appel-Haus. Nach einem langen und kräftezehrenden Wandertag erreichten wir zufrieden unser Tagesziel. 

3. Tag: Durch die Einsamkeit zur Ischler Hütte 

Auch am dritten Tag zwang uns die anhaltende Hitze zu einem sehr frühen Aufbruch. Wieder starteten wir noch vor dem Frühstück. Die Strecke führte durch eine einsame und beeindruckende Bergwelt, in der wir nur wenigen anderen Wanderern begegneten. 

Gerade diese Abgeschiedenheit machte den besonderen Reiz der Etappe aus. Die Weite des Toten Gebirges, die schroffen Felsformationen und die Ruhe der Umgebung hinterließen bleibende Eindrücke.

Am Nachmittag erreichten wir die urige Ischler Hütte. Da wir an diesem Abend die einzigen Gäste waren, kamen wir in den Genuss der ungeteilten Aufmerksamkeit der Hüttenwirte. Die herzliche Bewirtung und die gemütliche Atmosphäre machten den letzten Hüttenabend zu einem besonderen Abschluss unserer Durchquerung.

4. Tag: Abstieg nach Bad Ischl 

Nach den anstrengenden Tagen lag am letzten Morgen nur noch der Abstieg nach Bad Ischl vor uns. Die Tour verlief entspannt und bot noch einmal schöne Ausblicke zurück auf die durchquerte Bergwelt. 

Die letzten Meter im Tal sparten wir uns allerdings und ließen uns bequem per Taxi nach Bad Ischl bringen. Von dort traten wir mit Bahn und Bus die Heimreise zum Ausgangspunkt an. 

Fazit 

Trotz der außergewöhnlich hohen Temperaturen war die Durchquerung des Toten Gebirges eine rundum gelungene Tour. Die Anpassung der Route aufgrund der Hüttenreservierungen stellte zwar zusätzliche Anforderungen an die Gruppe, wurde aber von allen Teilnehmern hervorragend gemeistert. Eindrucksvolle Karstlandschaften, einsame Bergregionen, gemütliche Hütten und eine tolle Gemeinschaft machten diese vier Tage zu einem besonderen Erlebnis.