Yetiexpedition Spitzingsee

Auf Spurensuche rund um den Spitzingsee – ein winterliches Abenteuer · 7.–8. Feb. · Familiengr.

23.02.2026

Pünktlich um 9:30 Uhr starteten wir an frisch renovierten DAV-Hütte am Spitzingsee in unsere Expedition. Nach einer kurzen Ausrüstungskontrolle, einsung und Verhaltungshinweisen bei Begegnungen machten wir uns auf den Weg. Schon nach wenigen hundert Metern von der Hütte entdeckten wir schon die ersten geheimnisvollen Fussabdrücke im Schnee. Die Aufregung war groß, da die Spur eine Länge von min. 45 cm aufwies und eindeutig nicht-menschlichen Ursprungs zu sein schien!

Eine Verfolgung der Fussspur blieb unerfolgreich, da sich die Spuren schnell verliefen. Wir zogen also weiter und legten einen kurzen Halt am Schlittenhang ein, um unsere Fahrerkünste für den Fall zu trainieren, dass wir schnell flüchten müssten. Das Training bestand in einem Schneekugel-Bau-Wettrennen, dass team Blau knapp gewinnen konnte und beeindruckende Fähigkeiten in Sachen Tempo und Teamarbeit offenlegte.

Vollkommen unbewusst haben wir mit dem Wettbewerb am Schneekugelsammelplatz eine weitere eindeutige Yetispur offengelegt: Yetihaare:

Weiter ging es am Westufers des Spitzingsees. Hier begegneten uns immer wieder kleinere und größere Spuren, die uns vor knifflige Rätsel stellten. Besonders auffällig waren Pfotenabdrücke, die stark darauf hindeuteten, dass der Yeti möglicherweise einen Hund als Haustier hält. Die Beweislage verdichtete sich Schritt für Schritt.

Kurz vor unserer Pause erreichten wir im Valepptal einen besonderen Fund: einen möglichen Beobachtungspunkt des Yeti. Auf einem kleinen Hügel gelegen, war er nur für die mutigsten und fittesten Forscher erreichbar. Oben angekommen spürten wir deutlich – wir sind ihm ganz nah! Spuren im Schnee, abgebrochene Äste, ein freigeräumter Sitzplatz und dieses kaum zu beschreibende Gefühl, beobachtet zu werden. Um unsere Friedfertigkeit zu zeigen, bauten wir dem Yeti kleine Schneefiguren und zogen uns nach einer Weile lautlos zurück.

Unsere wohlverdiente Mittagspause verbrachten wir in der Albert-Link-Hütte. Mit köstlicher Gulaschsuppe im Brot stärkten wir uns, während draußen die Sonne immer kräftiger wurde und uns für den Rückweg begleitete. An einem herrlichen Sonnenplatz erwartete uns dann noch ein echter Schatzfund: Der Yeti scheint „versteinertes Eis“ im Schnee zu verstecken, um es über den Winter zu kühlen – vergisst jedoch gelegentlich seine Verstecke. So hatte jeder Forscher das Glück, ein paar kleine Eiskugeln zu entdecken und zu bergen.

Am Ostufer des Spitzingsees ging es schließlich zurück zur Hütte. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen. Nach Zimmeraufteilung und kurzer Vorbereitung hieß es wieder: alle anpacken! Gemeinsam bereiteten wir das Abendessen zu – Rigattoni mit „Schneesoße“. 

Als es dunkel wurde, wagten wir uns noch einmal hinaus auf nächtliche Yetisuche. Einige Exemplare sollen sich schließlich erst bei Nacht zeigen. Zwar hörten wir merkwürdige Geräusche, eindeutige Spuren konnten wir jedoch nicht mehr sichern.

Nach einer erholsamen Nacht in der gerade einmal vier Wochen geöffneten DAV-Hütte starteten wir gestärkt in den zweiten Expeditionstag. Gemeinsam bereiteten wir unseren Haferschleim zum Frühstück zu, um bestens gerüstet in den nächsten Forschungsabschnitt zu gehen. Diesmal ging es mit den Schlitten hinauf zu den Firstalmen. Natürlich blieben wir dabei nicht immer auf den ausgeschilderten Wegen – schließlich erhöht das die Chancen auf neue Yetispuren erheblich.

Und tatsächlich: Wir entdeckten mehrere deutlich erkennbare Trampelpfade, die der Yeti offenbar regelmäßig nutzt. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich beim Yeti um ein echtes Gewohnheitstier handelt – dem Menschen also gar nicht so unähnlich. Nach einer kurzen Brotzeitpause legten wir eine längere Mittagspause an der unteren Firstalm ein. Ob nun an der unteren oder oberen Firstalm der bessere Kaiserschmarrn serviert wird, konnte zwar nicht abschließend geklärt werden – geschmeckt hat er nach den Strapazen des Aufstiegs aber allen hervorragend.

Die maximale Höhe unserer Tour erreichten wir schließlich am Startpunkt der Rodelstrecke an der oberen Firstalm. Von dort ging es in Windeseile zurück zum Parkplatz, wo wir uns noch einmal sammelten, um die vielen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen.

Ein rundum gelungenes Winterabenteuer mit viel Entdeckergeist, Bewegung und großartigem Zusammenhalt.

Lieben Dank für die spannende Tour sowie die tolle Gruppendynamik und gegenseitige Unterstützung!

Der Expeditionsleiter